Der dunkle König
Dunkles Schloß aus finstren Schachten
aus schwarzem Stein mit rotem Blut
befleckt, wo böse Geister lachten
die letzte Nacht, aus steingebrannter Höllenglut
Wo haust er nur, der tote König
Herrscher all' der Geisterwesen
die mehr häufig, als zu wenig
der Tod unschuld'ger Seelen schon gewesen
Hier, wo sich feuchte Kerker rund verwölben
um kahlgenagtes Rattenknochengrab
da scheint's, erlebe man denselben
stets denselben toten Tag
Wo Augen aus dem Nichts in unsre Seelen blicken
ein Klagen ungewisser Wesen seltsam unser Herz benagt
wo Spinnenwebenseidentücher unsre kalte Haut entzücken
und wo Furcht selbst hoffnungslose Hoffnung uns versagt
Dring nur herab in jene unerforschten Tiefen
wo Zerberus ein jeglich sterblich Wesen grob verschlingt
in düstre Schlünde, wo Dich lockend Stimmen riefen
von wo der ewig todgeweihte Geisterbarde singt
Weit unten dort erwartet Dich der Finstre schon bereit
auf einen Kampf nur um Dein elendiges Leben
denn er ist seit Anbeginn von des Lebens Tod befreit
erwartet ständig jene, die ihre Seelenschätze ihm ergeben
ihr ganzer Lohn dafür unsterblich langes Leid