Gedichte & Werke von Johann Wolfgang von Goethe 1749- 1832

weitere Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe

* der Autor Johann Wolfgang von Goethe War Dichter, Theaterleiter, Naturwissenschaftler, Kunsttheoretiker und Staatsmann. Er gilt als bedeutendster deutscher Dichter und als herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur.
geboren 28.08.1749 in Frankfurt am Main (Hessen), Deutschland
gestorben 22.03.1832 in Weimar (Thüringen), Deutschland

Zitate Johann Wolfgang von Goethe

"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel."

"Was aber den wahren Erfolg betrifft, gegen den bin ich nicht im mindesten gleichgültig; vielmehr ist der Glaube an denselben immer mein Leitstern bei allen meinen Arbeiten."

"Leider lässt sich eine wahrhafte Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken."

"Die beste Freude ist wohnen in sich selbst."

"Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen, ein Werdender wird immer dankbar sein."

"Ich weiß wohl, dass man dem das Mögliche nicht dankt, von dem man das Unmögliche gefordert hat."

"Wie tröstlich ist es, einem Freunde, der auf eine kurze Zeit verreisen will, ein klein Geschenk zu geben."

"Wem die Dankbarkeit geniert, der ist übel dran, denke, der dich erst geführt, wer für dich getan!"

"Was belohnet den Meister? Der zart antwortende Nachklang und der reine Reflex aus der begegnenden Brust."

"Wer nicht im Augenblick hilft, scheint mir nie zu helfen."

"Das Beste wird nicht deutlich durch Worte. Der Geist, aus dem wir handeln, ist das Höchste."

"Der Rettende fasst an und klügelt nicht."

"Mit dankbarem Gemüte freu ich mich deiner Güte."

"Wer die Augen offen hält, dem wird im Leben manches glücken. Doch noch besser geht es dem, der es versteht, eins zuzudrücken."

"Froh ist nur, wer geben mag."

"Man sagt, der gäbe zweimal, der schnell gibt, aber der gibt zehnfach, der zur rechten Zeit gibt."

Gedicht Ungeduld von Johann Wolfgang von Goethe

Immer wieder in die Weite,
Über Länder an das Meer,
Phantasien, in der Breite
Schwebt am Ufer hin und her!
Neu ist immer die Erfahrung:
Immer ist dem Herzen bang,
Schmerzen sind der Jugend Nahrung,
Tränen seliger Lobgesang.

Gedicht Die Liebende schreibt von Johann Wolfgang von Goethe

Ein Blick von deinen Augen in die meinen,
Ein Kuß von deinem Mund auf meinem Munde,
Wer davon hat, wie ich, gewisse Kunde,
Mag dem was anders wohl erfreulich scheinen?

Entfernt von dir, entfremdet von den Meinen,
Führ ich stets die Gedanken in die Runde,
Und immer treffen sie auf jene Stunde,
Die einzige; da fang ich an zu weinen.

Die Träne trocknet wieder unversehens:
Er liebt ja, denk ich, her in diese Stille,
Und solltest du nicht in die Ferne reichen?

Vernimm das Lispeln dieses Liebewehens;
Mein einzig Glück auf Erden ist dein Wille,
Dein freundlicher zu mir; gib mir ein Zeichen!

Gedicht Jene garstige Vettel von Johann Wolfgang von Goethe

Jene garstige Vettel,
Die buhlerische,
Welt heißt man sie,
Mich hat sie betrogen
Wie die übrigen alle.
Glaube nahm sie mir weg,
Dann die Hoffnung,
Nun wollte sie
An die Liebe,
Da riß ich aus.
Den geretteten Schatz
Für ewig zu sichern,
Teilt ich ihn weislich
Zwischen Suleika und Saki.
Jedes der beiden
Beeifert sich um die Wette,
Höhere Zinsen zu entrichten.
Und ich bin reicher als je:
Den Glauben hab ich wieder!
An ihre Liebe den Glauben;
Er, im Becher, gewährt mir
Herrliches Gefühl der Gegenwart;
Was will da die Hoffnung!

Gedicht Klatschrose von Johann Wolfgang von Goethe

Weit von fern erblick ich dich schon, doch komm ich
dir näher,
??? Ach! so seh ich zu bald, daß du die Rose nur lügst.

Gedicht Dritte Ode von Johann Wolfgang von Goethe

Sei gefühllos!
Ein leichtbewegtes Herz
Ist ein elend Gut
Auf der wankenden Erde.

Behrisch, des Frühlings Lächeln
Erheitre deine Stirne nie;
Nie trübt sie dann mit Verdruß
Des Winters stürmischer Ernst.

Lehne dich nie an des Mädchens
Sorgenverwiegende Brust,
Nie auf des Freundes
Elendtragenden Arm.

Schon versammelt
Von seiner Klippenwarte
Der Neid auf dich
Den ganzen, luchsgleichen Blick,

Dehnt die Klauen,
Stürzt und schlägt
Hinterlistig sie
Dir in die Schultern.

Stark sind die magern Arme
Wie Pantherarme,
Er schüttelt dich
Und reißt dich los.

Tod ist Trennung,
Dreifacher Tod
Trennung ohne Hoffnung
Wiederzusehn.

Gerne verließest du
Dieses gehaßte Land,
Hielte dich nicht Freundschaft
Mit Blumenfesseln an mir.

Zerreiß sie! Ich klage nicht.
Kein edler Freund
Hält den Mitgefangnen,
Der fliehn kann, zurück.

Der Gedanke
Von des Freundes Freiheit
Ist ihm Freiheit
Im Kerker.

Du gehst, ich bleibe.

Aber schon drehen
Des letzten Jahrs Flügelspeichel
Sich um die rauchende Achse.

Ich zähle die Schläge
Des donnernden Rads,
Segne den letzten,
Da springen die Riegel, frei bin ich wie du.