Gedichte aus dem Leben Seite 7

Vergewaltigte Seele

Sie hatte keine Tränen mehr
Ihr Herz war kalt - ihr Blick war leer -
ihr Körper war wie ihre Seele -
rot-grün-blau - so wie ein Gemälde.

Die Stimme heiser, fast wie stumm -
in ihren Augen nur "Warum?"

Man hat sie wie ein Tier misshandelt -
missbraucht, gequält um sie gehandelt.

Man sagte ihr, vergesse diese Schweine -
Sie hat's versucht - sie blieb alleine.

Dann das Gefühl, sie wird geliebt -
wer so sehr liebt, - der nie betrügt -

Die Nacht war schwarz, die Nacht war leer -
sie dachte nicht an das "Vorher" -

Ihr Weg ging forsch, leicht war ihr Schritt -
der Schatten hinter ihr ging mit.

Sie trafen sich vor seiner Tür -
sein Blick war kalt "komm, folge mir"

Da sie nur noch Gehorsam kannte,
ging stumm sie mit - da er sie doch beim Namen nannte.
Es war wie Damals - starke Hände -
sie zwangen sie an kalte Wände.

Ihr Körper schrie, doch sie war stumm -
wer fragt jetzt nach dem "Wem - Warum"!

Man trat sie immer, immer wieder -
man schlug sie, sie erwachte wieder.

Das war zu viel, da lag ein Stein -
man schlug sie und ihre Seele klein.

Wie damals wurde sie wieder wach -
die gleiche Stadt - das gleiche Dach.

Dieselben Stimmen, dir ihr kleines Bewusstsein störten.

DER SPRUNG DURCHS FENSTER -

- KEINEN STöRTE.............