Gedichte & Werke von Friedrich von Bodenstedt 1819 - 1892

* der Autor Friedrich von Bodenstedt geboren am 22.4.1819 in Peine, nach einer Kaufmannslehre studierte er in Göttingen für kurze Zeit Geschichte und Fremdsprachen, 1840 ging er nach Moskau und wurde Privatlehrer bei einem russischen Fürsten, er wechselte 1843 als Gymnasiallehrer nach Tiflis, bereiste Kleinasien und wohnte ab 1846 in München, Triest, Berlin, Frankfurt am Main, Bremen, Kassel und Thüringen, war als Mitarbeiter verschiedener Zeitungen tätig, bis ihn 1854 Maximilian II. nach München berief, wo er als Honorarprofessor für slawische Sprachen und später für englische Literatur arbeitete. Er war Mitglied der Dichtergesellschaft "Krokodile", 1866 ging Bodenstedt als Intendant des Hoftheaters nach Meiningen, trat dort aber bereits 1869 zurück. Seit 1876 lebte er in Wiesbaden wo er am 18.4.1892 starb.

Titellos

Gelb rollt mir zu Füßen der brausende Kur
Im tanzenden Wellengetriebe;
Hell lächelt die Sonne, mein Herz und die Flur -
??? Oh, wenn es doch immer so bliebe!

Rot funkelt im Glas der kachetische Wein,
Es füllt mir das Glas meine Liebe -
Und ich saug' mit dem Wein ihre Blicke ein -
??? Oh, wenn es doch immer so bliebe!

Die Sonne geht unter, schon dunkelt die Nacht,
Doch mein Herz gleicht dem Sterne der Liebe,
Flammt im tiefsten Dunkel in hellster Pracht -
??? Oh, wenn es doch immer so bliebe!

|In das schwarze Meer deiner Augen rauscht
Der reißende Strom meiner Liebe;
Komm, Mädchen! Es dunkelt und niemand lauscht -
??? Oh, wenn es doch immer so bliebe!