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* der Autor Friedrich Schiller
Geboren am 10.11.1759 in Marbach als Sohn des Militärwundarztes J.C. Schiller, nach Besuch der Dorfschule und Lateinschule 1773 Eintritt in die Karlsschule, dort studiert er ab 1776 Medizin, 1780 wird er Regimentsmedicus in Stuttgart, er erhält Arrest und Schreibverbot wegen Aufführung der "Räuber" in Mannheim, flüchtet 1783 über Mannheim, Leipzig (1785) und Dresden nach Weimar (1787), 1789 Ernennung zum a.o. Prof. der Geschichte und Philosophie in Jena, 1799 erneute übersiedelung nach Weimar, wo er am 9.5.1805 stirbt.
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Zitate
"Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen
nur gewesen."
Ja, ich liebte dich einst, dich, wie ich keine noch liebte;
Aber wir fanden uns nicht, finden uns ewig nicht mehr.
Es glänzen viele in der Welt,
Sie wissen von allem zu sagen,
Und wo was reizet und wo was gefällt,
Man kann es bei ihnen erfragen,
Man dächte, hört man sie reden laut,
Sie hätten wirklich erobert die Braut.
Doch gehn sie aus der Welt ganz still,
Ihr Leben war verloren.
Wer etwas Treffliches leisten will,
Hätt gern was Großes geboren,
Der sammle still und unerschlafft
Im kleinsten Punkte die höchste Kraft.
Der Stamm erhebt sich in die Luft
Mit üppig prangenden Zweigen,
Die Blätter glänzen und hauchen Duft,
Doch können sie Früchte nicht zeugen,
Der Kern allein im schmalen Raum
Verbirgt den Stolz des Waldes, den Baum.
Entzweit mit einem Favoriten
Flog einst Fortun' der Weisheit zu:
"Ich will dir meine Schätze bieten,
Sei meine Freundin du!
Mit meinen reichsten schönsten Gaben
Beschenkt' ich ihn so mütterlich,
Und sieh, er will noch immer haben,
Und nennt noch geizig mich.
Komm Schwester, laß uns Freundschaft schließen,
Du marterst dich an deinem Pflug,
In deinen Schoß will ich sie gießen,
Hier ist für dich und mich genug."
Sophia lächelt diesen Worten,
Und wischt den Schweiß vom Angesicht;
"Dort eilt dein Freund, sich zu ermorden,
Versöhnet euch, ich brauch' dich nicht."