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* der Autor Friedrich Hebbel
geb. am 18.03.1813 als Christian Friedrich Hebbel in Wesselburen als Sohn eines Maurers. Sein Vater stirbt völlig verarmt als Hebbel 14 Jahre alt ist.
Nach dem Tod des Vaters beginnt er eine Boten- und Schreibertätigkeit beim Kirchspielvogt Mohr, erste Veröffentlichungen in Provinzblättern. In Hamburg verliebt er sich in die Näherin Elise Lensing. 1836-39 studiert er in Heidelberg und München. Er hört Vorlesungen in Jura, Geschichte, Literatur u. Philosophie. Ein Reisestipendium des dänischen Königs ermöglicht den Aufenthalt in Kopenhagen (1842-43). Ab 1845 lebt er in Wien, heiratet die Burgschauspielerin Christine Engelshausen, wird finanziell unabhängig. Er stirbt am 13.12. 1863 an Rheuma.
Zitate
"Wer die Menschen kennenlernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe."
David und Goliath
Diesen Riesen zu töten, war leicht für den mutigen Hirten,
Welcher, im Schleudern geschickt, sicher versandte den Stein.
Schwerer fand er es schon, den Toten des Haupts zu berauben,
Doch es gelang ihm zuletzt durch den verdoppelten Streich.
Aber dem Letzten erliegt er, er soll es dem König ja bringen,
Und nun schleppt er sich tot an der gewaltigen Last.
Sommerbild
Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schauernd im Vorübergehn:
»So weit im Leben, ist zu nah am Tod!«
Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
Bewegte, sie empfand es und verging.
Ich und du
Wir träumten von einander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.
Du tratst aus meinem Traume,
Aus deinem trat ich hervor,
Wir sterben, wenn sich eines
Im andern ganz verlor.
Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.