Ich hab’ meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach;
Ich hatte bei ihr übernachtet
Und grub in den Kisten-Kasten nach.
Da fand ich goldene Haufen,
Fand auch an Papieren gar viel
Und hörte die alte Tante schnaufen
Ohn’ Mitleid und Zartgefühl.
Was nutzt es, daß sie sich noch härme -
Nacht war es rings um mich her -
Ich stieß ihr den Dolch in die Därme,
Die Tante schnaufte nicht mehr.
Das Geld war schwer zu tragen,
Viel schwerer die Tante noch.
Ich faßte sie bebend am Kragen
Und stieß sie ins tiefe Kellerloch. -
Ich hab’ meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach;
Ihr aber, o Richter, ihr trachtet
Meiner blühenden Jugend-Jugend nach.
Ach, wie brenn’ ich vor Verlangen, Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Wangen, weil sie so entzückend sind.
Wonne die mir widerfahre, Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Haare, weil sie so verlockend sind.
Nimmer wehr mir, bis ich ende, Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Hände, weil sie so verlockend sind.
Ach, du ahnst nicht, wie ich glühe, Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Knie, weil sie so verlockend sind.
Und was tät ich nicht, du süße Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Füße, weil sie so verlockend sind.
Aber deinen Mund enthülle, Mädchen, meinen Küssen nie,
Denn in seiner Reize Fülle küsst ihn nur die Phantasie.